Willibrord-Spital Emmerich ReesProhomine - Logo
  

Memory-Station

Im Krankenhausbereich kann eine deutliche Zunahme der Zahl an demenziell erkrankten Patienten mit kognitiven Einschränkungen und mit erheblichen Verhaltensstörungen festgestellt werden. Um die Qualität der Versorgung von demenzkranken Patienten zu verbessern, die akut im Krankenhaus behandelt werden müssen, wurde im St. Willibrord-Spital eine Memory-Station eingerichtet, eine für akut erkrankte Demenzpatienten spezialisierte Behandlungseinheit. Hier kann von speziell geschulten Pflegekräften und Therapeuten eine bedürfnisorientierte, personenzentrierte, aktivierende Pflege und eine biografisch ausgerichtete Behandlung sichergestellt werden. Auch die Validation ist hier von großer Bedeutung. 

Therapeutische Angebote für dementiell erkrankte Patienten

Durch die geschützte Atmosphäre der Station, die bedarfsgerechten Angebote und die wohnliche Ausstattung haben Demenzpatienten optimale Rahmenbedingungen, um durch einen Krankenhausaufenthalt nicht zusätzlich belastet zu werden. Neben der kompetenten ärztlichen Versorgung und einer spezialisierten Pflege sind auch die therapeutischen Angebote der Station den Bedürfnissen von Demenzpatienten angepasst. Qualifizierte Physiotherapie, Ergotherapie und Logopädie, bieten regelmäßige Einzel- und Gruppen-aktivitäten an (Bewegungsangebote, Gedächtnistraining, Sprach- und Schlucktraining, Alltagstraining, Spaziergänge, interessenorientierte Aktivitäten). Die Therapiepläne richten wir so aus, dass die Fähigkeiten, Ressourcen und Vorlieben des Einzelnen berücksichtigt werden. 

Welche Patienten werden behandelt?

Ältere Patienten mit einer Demenz und zusätzlich einer somatischen Diagnose, die eine internistische oder geriatrische Krankenhausbehandlung rechtfertigt, geriatrische Patienten mit einem deliranten Syndrom = akuter Verwirrtheit (z.B. nach einem operativen Eingriff, bei akuten Infektionen, bei Störungen des Elektrolyt- und Flüssigkeitshaushalts u.v.a.m.).
Eine Kontraindikation für diese Spezialstation stellen monitor-/ überwachungspflichtige Krankheitsbilder dar. Nicht aufgenommen werden dauerhaft bettlägerige Patienten, da diese vom spezifischen Behandlungskonzept kaum profitieren können. Für diese Patientengruppen bestehen nach Rücksprache ggf. Behandlungsmöglichkeiten in anderen Bereichen des Hauses. 

Wie erfolgt die Zuweisung?

Patienten werden nach vorheriger telefonischer Absprache mit dem diensthabenden Oberarzt aufgenommen oder von anderen stationären Einrichtungen übernommen. Wir benötigen einen Einweisungsschein für Krankenhausbehandlung. Der diensthabende Oberarzt ist über die Telefonzentrale erreichbar.